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Heilige Mutter Dunkelheit
Eine ästhetische Auseinandersetzung – eine Hommage an die Faszination dunkler
Thematiken in der Gesellschaft. In allen Epochen war und ist sie bestandteil von Kultur,
Literatur, Musik und Kunst. Die Thematik des Morbiden, des Geheimnisvollen hat bis ins
Jetzt seinen Impetus nicht verloren.
Im Dunkeln, wo der Mensch nicht sieht, zeichnet das Gehirn das, was dort zu sein scheint.
Die Fantasie ersetzt die Realität.
Warum der Mensch die Freude und Sehnsucht am Dunklen und Morbiden hat, lässt sich
evolutionär und psychologisch erklären. Es ist das Adrenalin, der kurze Rausch und die
geistige Beschäftigung mit dem Endlichen, die der Thematik den Reiz verleiht.
Durch die Abstraktion, das Loslösen von einem konkreten Motiv ins diffuse überlässt das
Bild dem Betrachter die Interpretation. Die Fantasie konkretisiert das schemenhafte Bild. Der
Kopf zeichnet eine subtile Bedrohungslage, eine Angst.
Die Arbeit bedient sich dieser Schemen, die der Auslöser für die Interpretation des
Betrachters sind. Es findet zwangsläufig eine auseinandersetzung mit den Bildern statt. Sie
bieten Raum zur Freiheit.
So zeigen sich die Arbeiten als eine Hommage an die Freude der Melancholie und sind
zugleich auch immer ein impulsgeber für Gedanken zur Gegenwart.

Heilig – die Mystifizierung
Mutter – in Ihr wächst das Neue
Dunkelheit – die Projektionsfläche

Category
Art, Photography
Tags
Art, Kunst, Photography, Sebastian Schulz